Harze

Die ersten synthetischen Kunststoffe („Harze“), die im Unterschied zu den abgewandelten Naturstoffen auf niedermolekularen Ausgangsprodukten basieren, waren duroplastische, d.h. härtbare Polykondensate. Die technische Herstellung dieser Stoffe gelang zu einem Zeitpunkt, als man sich über die dabei ablaufenden Vorgänge noch nicht im Klaren war. Auf dem Gebiet der Makromolekularchemie wurde zu jeder Zeit ausnahmslos auf empirischer Basis gearbeitet. Thermoplastische Polykondensate durch die aufeinanderfolgende Kondensation zwischen Grundmolekülen mit mindestens zwei funktionellen Gruppen. Dabei werden niedermolekulare Reaktionsprodukte wie Wasser, Ammoniak, Chlorwasserstoff u.a. gebildet. Sind die Grundeinheiten höher bifunktionell, dann entstehen verzweigte bzw. vernetze Makromoleküle sowie niedermolekulare Reaktionsprodukte. Zu dieser makromolekularen Stoffgruppe gehören die schwach vernetzen Elastomere, die härtbaren technischen Harze und die Reaktionsharze. Im Verlauf der vergangen vier Jahrzehnte kam zu den beiden seit langem bekannten Arten des Aufbaus von Polymeren, der Polykondensation und der Polymerisation die Polyaddition. Beispielsweise sind Diisocyanate in der Lage, mit Verbindungen die Hydroxyl- oder Aminogruppe enthalten, durch Austausch von Wasserstoffatomen der reagierenden Endgruppe lineare oder vernetzte Hochpolymere zu bilden. Diese Reaktion kann in Stufen ablaufen wie die Polykondensation. Kennzeichen ist, dass dabei im Gegensatz zur Polykondensation keine niedermolekularen Reaktionsprodukte frei werden. Weisen die reagierenden Produkte mehrere reaktionsfähige Gruppen auf, dann entstehen im Verlauf der Stufenreaktion entweder schwach vernetzte (Elastomere) oder stark vernetzte (duroplastische) Produkte. Während sich bei den Polykondensaten thermoplastische und duroplastische Sorten in ihrer technischen und wirtschaftlichen Bedeutung die Waage halten, überwiegen bei den Polyaddukten die Duroplaste bei weitem. Deshalb sollen diese zuerst besprochen werden. Die entscheidende Idee, die große Reaktionsfähigkeit der Ethylenoxidgruppe dieser Harze zunächst mit Säureanhydriden und später mit Polyaminen technisch zu verwenden, stammt von P.Castan.

Harze / Typ: Epoxidharz EP100

Harze
Typ Epoxidharz EP100
Mischungsverhältnis nach Gewicht 100 Teile
Max. Glasübergangstemperatur (TG) -
Mischviskosität bei 25 °C -
Gelzeit bei 25 °C -
Viskosität bei 25 °C 1450 - 1750 mPas
Epoxyäquivalent 180 - 200 g/äquiv.
Aminäquivalent -
Dichte bei 20 °C 1,12 - 1,14 g/cm³
Gebindegröße 30 kg Hobbock, 200 kg Fass
Preis Auf Anfrage
Datenblatt Datenblatt

Das Epoxidharz EP100 ist ein Allroundharz für Infusion und Handlaminat

Laminierharz EP100 ist ein Epoxidharz mit Zulassung beim Germanischen Lloyd zur Verarbeitung im Handlaminierverfahren mit geringer Exothermie, sehr guten Imprägnierund Verbundeigenschaften gegenüber Glas-, Kohlenstoff- und Aramidfasern. Dieses System ist hervorragend geeignet für die Herstellung von hochbelastbaren Faserverbundbauteilen mit sehr guten Festigkeiten oder in Kombination mit Wabenmaterial für die Produktion von Leichtbauelementen u. a. für den Bootsbau. Gute Erfahrungen mit dem Epoxidharz EP100 wurden auch bei der Herstellung von Rotorblättern in Windkraftanlagen gewonnen. Durch die Kombination der untereinander mischbaren Härter EH94, EH95 und EH08 lässt sich die Topfzeit und Viskosität des Systems entsprechend den spezifischen Verarbeitungsbedingungen anpassen. Das Laminierharz EP100 kombiniert mit dem Härter EH08 eignet sich hervorragend für schnelle Verklebung und Reparaturen.

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