Epoxidharze

Im Verlauf der vergangen vier Jahrzehnte kam zu den beiden seit langem bekannten Arten des Aufbaus von Polymeren, der Polykondensation und der Polymerisation die Polyaddition. Beispielsweise sind Diisocyanate in der Lage, mit Verbindungen die Hydroxyl- oder Aminogruppe enthalten, durch Austausch von Wasserstoffatomen der reagierenden Endgruppe lineare oder vernetzte Hochpolymere zu bilden. Diese Reaktion kann in Stufen ablaufen wie die Polykondensation. Kennzeichen ist, dass dabei im Gegensatz zur Polykondensation keine niedermolekularen Reaktionsprodukte frei werden. Weisen die reagierenden Produkte mehrere reaktionsfähige Gruppen auf, dann entstehen im Verlauf der Stufenreaktion entweder schwach vernetzte (Elastomere) oder stark vernetzte (duroplastische) Produkte. Während sich bei den Polykondensaten thermoplastische und duroplastische Sorten in ihrer technischen und wirtschaftlichen Bedeutung die Waage halten, überwiegen bei den Polyaddukten die Duroplaste bei weitem. Deshalb sollen diese zuerst besprochen werden. Als erste beschrieb P.Schlack im Jahre 1934 Darstellung und Identifizierung verschiedener phenolischer Polyglycidether. Die entscheidende Idee, die große Reaktionsfähigkeit der Ethylenoxidgruppe dieser Harze zunächst mit Säureanhydriden und später mit Polyaminen technisch zu verwenden, stammt von P.Castan. Er ließ 1938 Kunstharze patentieren, die ohne Abspalten flüchtiger Bestandteile aushärten und bei überraschend geringem Schwund Endprodukte mit vorzüglichen mechanischen Eigenschaften ergeben. Die Firma de Trey verwendete als erste derartige Harze für zahntechnische Zwecke. Diese Grundlagen führten in der CIBA AG, Basel, im Jahr 1946 zur Herstellung von Epoxidharz-Metallklebstoffen, Gieß- und Lackharze. Wenige Jahre später begannen auch amerikanische Unternehmen und Werke in der Bundesrepublik Deutschland mit Forschungsarbeiten auf diesem Gebiet. Bei den Epoxidharzen handelt es sich um Verbindungen, die eine oder mehrere sehr reaktionsfähige endständige Epoxidgruppen und Hydroxylgruppen. Die meisten Epoxidharze werden durch Umsetzung von einer Verbindung mit Hydroxygruppen und Epichlorhydrin. Derartige Epoxidharze werden Glycidyl-basierte Epoxidharze genannt.

Epoxidharze / Typ: Epoxidharz EP100

Epoxidharze
Typ Epoxidharz EP100
Mischungsverhältnis nach Gewicht 100 Teile
Max. Glasübergangstemperatur (TG) -
Mischviskosität bei 25 °C -
Gelzeit bei 25 °C -
Viskosität bei 25 °C 1450 - 1750 mPas
Epoxyäquivalent 180 - 200 g/äquiv.
Aminäquivalent -
Dichte bei 20 °C 1,12 - 1,14 g/cm³
Gebindegröße 30 kg Hobbock, 200 kg Fass
Preis Auf Anfrage
Datenblatt Datenblatt

Das Epoxidharz EP100 ist ein Allroundharz für Infusion und Handlaminat

Laminierharz EP100 ist ein Epoxidharz mit Zulassung beim Germanischen Lloyd zur Verarbeitung im Handlaminierverfahren mit geringer Exothermie, sehr guten Imprägnierund Verbundeigenschaften gegenüber Glas-, Kohlenstoff- und Aramidfasern. Dieses System ist hervorragend geeignet für die Herstellung von hochbelastbaren Faserverbundbauteilen mit sehr guten Festigkeiten oder in Kombination mit Wabenmaterial für die Produktion von Leichtbauelementen u. a. für den Bootsbau. Gute Erfahrungen mit dem Epoxidharz EP100 wurden auch bei der Herstellung von Rotorblättern in Windkraftanlagen gewonnen. Durch die Kombination der untereinander mischbaren Härter EH94, EH95 und EH08 lässt sich die Topfzeit und Viskosität des Systems entsprechend den spezifischen Verarbeitungsbedingungen anpassen. Das Laminierharz EP100 kombiniert mit dem Härter EH08 eignet sich hervorragend für schnelle Verklebung und Reparaturen.

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