Glasfasern

Glasfasern bestehen aus Oxiden des Siliciums, Bors und Aluminiums. Unter Zusatz von Flußmitteln werden nach dem Düsen- und dem Stabziehverfahren, sowie nach dem Düsenblasverfahren Glasfasern von vorwiegend 10 bis 20 µm Durchmesser hergestellt. Die Düsenblas- und das Schleuderverfahren liefern Stapelfasern, die übrigen endlose Textilfasern; Hohlglasfasern werden aus Kapilarrohren gezogen. Die Lieferformen der Glasfasern bei uns sind: Gewebe, Gelege, Vliese und Roving. Die Komponenten der in der Kunststoffindustrie verwendeten Glassorte werden vorwiegend nach dem in der Elektroindustrie gebräuchlichen E-Glasrezept zusammengestellt. Diese Glassorte enthält weniger als 0,8% Alkalioxid. Unter synthetischen anorganischen Fasern nehmen die Glasfasern mit einem Anteil von bis zu 90% den ersten Platz ein. Für hochsteife und hochfeste Bauteile ist bei gleichzeitig geringem Gewicht des Verbundwerkstoffes und niedrigem Wärmeausdehnungkoeffizient die C-Faser gut geeignet. Zum Schutz gegen mechanische und chemische Beanspruchung sowie gegen Feuchtigkeitseinwirkung erhalten Glasfasern eine Schlichte, die Stapelfasern eine Schmelze. Glasseidengewebe bzw. Glasfilamentgewebe sind auf Webmaschinen aus Filamenten und/oder Stapelfasern gefertigte Bahnen, die aus mindestens zwei Fadensystemen (Kette und Schuss) bestehen. Die Bindungsart, die Lineargewichte der Fäden und die Fadendichte bestimmen die Verarbeitungseigenschaften der Gewebe. Sie müssen mit einer für Kunststoffe geeigneten Schlichte oder einem Finish versehen sein. Unsere Glasfasergewebe erhalten sie mit verschiedenen Bindungen wie Leinwand, Köper und Satin. Sie sind mit einem Finish ausgerüstet, welches die Gewebe geschmeidiger macht und die Verbindung mit dem Harzsystem optimiert. Standardmäßig ist dieses Finish für Epoxid- und Polyesterharze geeignet, weitere Finishtypen (z.B. für Phenolharz) sind auf Anfrage aber auch lieferbar. Rovinggewebe und Gelege vertreiben wir nur mit Webschlichte oder auf Nachfrage auch als gepulverte Variante.

Glasfasern / Typ: 1717

Glasfasern
Typ 1717
Standardbreite 100, 155 cm
Gewicht 166 g/m²
Bindung Leinwand
Finish TF 970
Fadenzahl Kette 11,8 fd/cm
Fadenzahl Schuss 12 fd/cm
Garntype Kette EC9 68 tex
Garntype Schuss EC9 68 tex
Dicke 0,16 mm
Rollenlänge 100 m
Preis Auf Anfrage
Datenblatt Datenblatt

Glasgewebe, 166 g/m², L1/1

Handlaminat mit Epoxidharz (35 % Faservolumengehalt, 1 lagig)

Harzverbrauch: 136 g/m²

Laminatgewicht: 302 g/m²

Glasgewebe hat hervorragende physikalische Eigenschaften, wodurch diverse Anwendungsbereiche im Faserverbund möglich sind. Glasgewebe besitzt ein hohes Elastizitätsmodul. Mit Glasgewebe werden insbesondere gerne metallische Bauteile ausgetauscht um Gewicht einzusparen.

Hier einige Beispiel für die Anwendungsbereiche: Im Flugzeugbau, dem Automobil z.B. Blattfedern, der Sportgeräte für z.B. Bögen, dem Bootsbau als Traglaminat oder als Backup Laminat für Formen.

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