Aramidfasern

Die in den siebziger Jahren entwickelten Aramidfasern (aromatisches Polyamid), bekannt unter dem Handelsnamen Kevlar oder Twaron, wird unmittelbar aus der Lösung mit einem Filamentdurchmesser von 12 µm gesponnen. Die Verarbeitung zu Fasern kann nur als Lösung erfolgen, da der Schmelzpunkt meist weit über dem thermischen Zersetzungspunkt liegt. Eine hohe Polymerkonzentration in der Spinnlösung ist vorteilhaft für die Filamentherstellung. Gängig sind Hochmodul- und Niedermodulfasern. Die Hochmodulfaser wird gereckt. Beide Fasertypen sin durch eine einzigartige Kombination von physikalischer Eigenschaften gekennzeichnet. Die wichtigsten Merkmale sind hohe Zugfestigkeit, hoher E-Modul und je nach Typ eine Reißfestigkeit von 0,5 bis 2,1%. Diese Faser ist von Natur aus flammwidrig. Sie schmilzt nicht und schrumpft nicht. Die zulässige Gebrauchstemperatur beträgt -200°C bis +160°C. Aramidfasern sind haben eine gute Beständigkeit gegen Lösemittel, Kraftstoffe, Schmierstoffe, Salzwasser, etc. Starke Laugen oder Säuren sollte man hingegen davon fernhalten. Beim Umgang und der Verarbeitung muss auf die leichte Feuchtigkeitsaufnahme und die geringe UV-Beständigkeit Rücksicht genommen werden. Nach längerer, ungeschützter Lagerung kann die Wasseraufnahme bis zu 7 % betragen. Generell unterscheidet man zwischen meta-Aramiden, para-Aramiden und para-Aramid-Copolymeren. Aus para-Aramidfasern werden Schußwesten und Panzerplatten hergestellt. Die meta-Aramidfasern finden ihre gängige Anwendung im Bereich des Brandschutzes. Sie sind durch die Verwendung für feuersichere Bekleidung bekannt geworden. Die tribologischen Eigenschaften thermoplastischer Lagerwerkstoffe wie PA, POM, PB und PC können durch Verstärken mit verschleißfesten Aramidfasern wesentlich verbessert werden. Aufgrund der hohen Zähigkeit der Fasern lassen sich Aramdfasern nur mit geeigneten microverzahnten Aramidscheren schneiden. Auch Bohren lassen sich Laminate aus diesem Material nur Spezialwerkzeugen. Typische weitere Andwendungen sind Kajaks, Sportgeräte oder als Splitterschutz.

Aramidfasern / Typ: KK-460 P

Aramidfasern
Typ KK-460 P
Standardbreite 120 cm
Gewicht 460 g/m²
Bindung Leinwand
Fadenzahl Kette 6,7 fd/cm
Fadenzahl Schuss 6,7 fd/cm
Garntype Kette 3220 dtex
Garntype Schuss 3220 dtex
Dicke 0,46 mm
Rollenlänge 100 m
Preis Auf Anfrage
Datenblatt Nicht verfügbar

Aramidgewebe, 460 g/m², L1/1

Handlaminat mit Epoxidharz (35 % Faservolumengehalt, 1 lagig)

Harzverbrauch: 677 g/m²

Laminatgewicht: 1137 g/m²

Aramidgewebe hat hervorragende physikalische Eigenschaften, wodurch diverse Anwendungsbereiche im Faserverbund möglich sind. Aramidgewebe sind sehr zäh und sehr zugfest. Mit Aramidgewebe werden meistens aufgrund ihrer Schlagzähigkeit werden.

Hier einige Beispiel für die Anwendungsbereiche: Im Automobil z.B. Splitterschutz, der Ballistik für Schutzwesten oder Panzerplatten oder generell im Laminat als Ausreißschutz für Bohrungen oder Inserts.

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